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Lehrlingssituation in Österreich

Die weiterhin sinkende Zahl an 15-Jährigen und die sinkende Quote an Lehrlingen einer Altersklasse führen zu einem akuten Fachkräftemangel.

Der Fachkräftemangel

und die Demographie Österreichs entwickeln sich nach wie vor kritisch. Zu diesem Ergebnis kommt die Publikation „Lehrlingsausbildung im Überblick“, die jährlich vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft veröffentlicht wird. In Oberösterreich ist die Situation allerdings noch positiver als in anderen Bundesländern.

Ende 2014 waren österreichweit 115.068 Lehrlinge in Ausbildung, um über 16.000 weniger als noch 2009. Dies ist stark mit dem Rückgang an 15-Jährigen verknüpft, deren Zahl in den vergangenen 7 Jahren um 16.000 auf 84.000 sank. Der Anteil der Lehrlinge im 1. Lehrjahr an den 15-Jährigen insgesamt ist weiterhin relativ konstant bei knapp 40 Prozent.

Lehrlingssituation in den Bundesländern

Nach Bundesländern entwickelte sich der Rückgang an Lehrlingen sehr unterschiedlich. So betrug dieser in Vorarlberg zwischen 1990 und 2014 nur 2 Prozent, in der Steiermark demgegenüber sogar 34 Prozent. Oberösterreich ist mit fast 25.000 Lehrlingen weiterhin Lehrlingsland Nr. 1.

Der Anteil weiblicher Lehrlinge ist mit einem Drittel ebenfalls relativ konstant. Keine wesentlichen Veränderungen gab es hinsichtlich der gewählten Lehrberufe. Fast 50 Prozent der weiblichen Lehrlinge entscheiden sich für Einzelhandel, Bürokauffrau oder Friseurin.

Sich für eine Lehre zu entscheiden, heißt für Jugendliche nach wie vor einen sicheren Arbeitsplatz für die Zukunft wählen. So liegt die Arbeitslosenquote von Personen mit Lehrabschluss nur bei 4,9 Prozent. Demgegenüber stehen 6,9 Prozent bei AHS-Absolventinnen und 12 Prozent bei Personen, die höchstens über einen Bildungsabschluss verfügen.

„Der Höhepunkt der demographischen Lücke zwischen Berufseinsteigern und Berufsaussteigern ist noch gar nicht erreicht“, betont Rudolf Mark, Bildungssprecher der Sparte Industrie. „Wir haben daher noch erhebliche Anstrengungen vor uns, um den zukünftigen Fachkräftebedarf mit einer qualitativ hochwertigen dualen Berufsausbildung decken zu können."